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Rosebank Distillery

Sie war eine „Lost Distillery“ als UDV die Brennerei in Falkirk (Lowlands) 1993 stilllegten. Einige Gebäude wurden abgerissen, andere zu Appartements, einem Pub und einem Hotel umgebaut. Das letzte verbliebene Equipment wurde Ende 2008 auch noch gestohlen. Von da ab wurde Rosebank und ihr verbliebener Bestand an Single Malts zur Legende. Abfüllungen, die der letzte Eigentümer Diageo noch regelmäßig auf den Markt brachte, wurden und werden zu Höchstpreisen gehandelt.. Rosebank gilt zu Recht als einer der besten – wenn nicht sogar als der beste – Lowland-Malt, und doch hat sein Ruhm, was etwas verwirrend ist, nie das gleiche Ausmaß an Begeisterung erreicht wie bei Kult-Brennereien wie Port Ellen und Brora. Vielleicht entsprechen sein Bouquet aus Wiesenblumen, sanften Fruchtnoten und frischen Zitrusaromen (die durch das dreifache Destillationsverfahren entstehen) nicht dem Geschmack derjenigen, die das Kraftvolle und Ausgeprägte bevorzugen – auch wenn die Worm Tubs von Rosebank dem Whisky eine dichte Textur am Gaumen verleihen. 2017 kam die nicht mehr erwartete Wende: Das Familienunternehmen Ian Macleaod Distillers kaufte die verbliebenen Gebäude und Whiskybestände von Diageo. Man ließ neue stills nach alten Originalplänen bauen (die alten waren ja 2008 von Kupferdieben gestohlen worden) um möglichst nah an der alten Brennerei zu sein und baute Rosebank an alter Stelle insgesamt neu auf. Seit 2023 wird bei Rosebank wieder dreifach destillierter Single Malt nach alter Tradition gebrannt. Bis zur ersten Abfüllung aus der neuen Brennerei kommen Single Malts aus den knappen alten Beständen auf den Markt. Aktuell ein Rosebank 31 Jahre für rund 2.000 Euro die 70cl-Flasche.
© WhiskyExperts.net

Region

Lowlands

Produktionstyp

Single Malt

Status

Aktiv

Eigentümer (aktuell)

Ian Macleod Distillers

Die Geschichte der Brennerei

Die Rosebank Destillery liegt in Falkirk (Lowlands), rund 50 km westlich von Edinburgh nahe dem Ende des Forth. Es gibt Aufzeichnungen darüber, dass eine Familie namens Stark bereits 1798 auf dem weitläufigen Gelände destillierte. Im Jahr 1817 war eine Brennerei namens Rosebank zwei Jahre lang in Betrieb, während die Familie Stark 1827 wieder auftauchte, um die Camelon-Brennerei zu betreiben, die am gegenüberliegenden Ufer des Kanals lag. 1840 wurden die ehemaligen Mälzereien von Camelon von James Rankine zur neuen Rosebank umgebaut. Unter der Leitung der Familie Rankine florierte Rosebank. Im Jahr 1861 wurden die Gebäude der Camelon-Brennerei abgerissen und eine neue Mälzerei zur Versorgung von Rosebank errichtet, wobei das Malz mit Schubkarren über eine Brücke über den Kanal zur Brennerei transportiert wurde. Im Jahr 1914 wurde Rosebank eines der Gründungsmitglieder des Lowland-Konzerns Scottish Malt Distillers [SMD], der 1925 in die DCL integriert wurde. Abgesehen von einer kurzen Unterbrechung während des Krieges war die Brennerei bis zu ihrer Schließung im Jahr 1993 ununterbrochen in Betrieb. Der Grund lag nicht in der Qualität – das Malz genoss hohes Ansehen –, sondern in der mangelnden Bereitschaft des damaligen Eigentümers (zu dieser Zeit UDV), die geschätzten Kosten von 2 Millionen Pfund für die Modernisierung der Abwasseraufbereitungsanlage zu tragen. Probleme mit der Zufahrt waren ein weiterer mitwirkender Faktor. Rosebank hätte möglicherweise gerettet werden können, wäre es als Vertreter der Lowlands in die 1988 eingeführte „Classic Malts Selection“ von UDV (später Diageo) aufgenommen worden. Schließlich war ein 8-jähriger Whisky bereits sechs Jahre zuvor Teil des „Ascot Malt Cellar“ von DCL gewesen, als das Unternehmen – wenn auch etwas halbherzig – versuchte, in den Malt-Markt einzusteigen.
Fakten zur Brennerei und zur Produktion
Produktionskapazität (in reiner Alkohol per Anno) 1.000.000 Liter
Wash still (1. Brenndurchgang) 1 x 15.000 Liter
Fermentationszeit 100 Stunden
Intermediate still (2. Brenndurchgang) 1 x 8.000 Liter
Wasser zur Whiskyproduktion Carron Valley Reservoir
Spirit still (3. Brenndurchgang) 1 x 5.200 Liter
Maischbottich (mash tun) 1 x 3,2 Tonnen
Besucherzentrum Ja
Gärbottiche (wash backs) 8 x je 15.000 Litern
Website (english) https://www.rosebank.com/

Weitere Informationen

Zurzeit keine.
© WhiskyExperts.net
Der Legende nach fiel die Wahl damals aber auf Glenkinchie, weil Rosebank an einem damals stillgelegten, stagnierenden Kanal lag und daher kein so beliebtes Touristenziel war. Das Gelände der Brennerei wurde 2002 an British Waterways verkauft. Damit war das endgültige Ende von Rosebank eingentlich besiegelt. Im Oktober 2017 gaben Ian Macleods Distillers (Whisky-Blender und unabhängiger Abfüller) Pläne bekannt, das Gelände von British Waterways zu erwerben und die Brennerei wieder in Betrieb zu nehmen. Das Unternehmen erwarb zudem separat die Marke „Rosebank“ und die verbliebenen Whiskybestände von Diageo. Am 18.07.2023 befüllte Rosebank nach umfangreicher Renovierung das erste Fass mit neuem „New Make“. Ganz zufrieden war man bei Rosebank 15 Monate nach der Neueröffnung allerdings nicht. Die erwarteten Besucherzahlen lagen weit unter der Kalkulation. Man schrieb rote Zahlen und musste zum 01.10.2025 leider einen Teil der Mitarbeiter des Besucherzentrums entlassen. Die Probleme setzten sich auch 2026 fort. Aufgrund der rückläufigen Absatzzahlen (was auch viele andere Brennereien betrifft) drosselte Ian Macleod Distillers in einigen ihrer Brennereien, so auch bei Rosebank, die Produktion um rund 30%.
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Rosebank Distillery

Sie war eine „Lost Distillery“ als UDV die Brennerei in Falkirk (Lowlands) 1993 stilllegten. Einige Gebäude wurden abgerissen, andere zu Appartements, einem Pub und einem Hotel umgebaut. Das letzte verbliebene Equipment wurde Ende 2008 auch noch gestohlen. Von da ab wurde Rosebank und ihr verbliebener Bestand an Single Malts zur Legende. Abfüllungen, die der letzte Eigentümer Diageo noch regelmäßig auf den Markt brachte, wurden und werden zu Höchstpreisen gehandelt.. Rosebank gilt zu Recht als einer der besten – wenn nicht sogar als der beste – Lowland-Malt, und doch hat sein Ruhm, was etwas verwirrend ist, nie das gleiche Ausmaß an Begeisterung erreicht wie bei Kult-Brennereien wie Port Ellen und Brora. Vielleicht entsprechen sein Bouquet aus Wiesenblumen, sanften Fruchtnoten und frischen Zitrusaromen (die durch das dreifache Destillationsverfahren entstehen) nicht dem Geschmack derjenigen, die das Kraftvolle und Ausgeprägte bevorzugen – auch wenn die Worm Tubs von Rosebank dem Whisky eine dichte Textur am Gaumen verleihen. 2017 kam die nicht mehr erwartete Wende: Das Familienunternehmen Ian Macleaod Distillers kaufte die verbliebenen Gebäude und Whiskybestände von Diageo. Man ließ neue stills nach alten Originalplänen bauen (die alten waren ja 2008 von Kupferdieben gestohlen worden) um möglichst nah an der alten Brennerei zu sein und baute Rosebank an alter Stelle insgesamt neu auf. Seit 2023 wird bei Rosebank wieder dreifach destillierter Single Malt nach alter Tradition gebrannt. Bis zur ersten Abfüllung aus der neuen Brennerei kommen Single Malts aus den knappen alten Beständen auf den Markt. Aktuell ein Rosebank 31 Jahre für rund 2.000 Euro die 70cl-Flasche.
Region: Lowlands Produktion: Single Malt Status: Aktiv Eigentümer: Iam Macleod Distillers

Die Geschichte der Brennerei

Die Rosebank Destillery liegt in Falkirk (Lowlands), rund 50 km westlich von Edinburgh nahe dem Ende des Forth. Es gibt Aufzeichnungen darüber, dass eine Familie namens Stark bereits 1798 auf dem weitläufigen Gelände destillierte. Im Jahr 1817 war eine Brennerei namens Rosebank zwei Jahre lang in Betrieb, während die Familie Stark 1827 wieder auftauchte, um die Camelon-Brennerei zu betreiben, die am gegenüberliegenden Ufer des Kanals lag. 1840 wurden die ehemaligen Mälzereien von Camelon von James Rankine zur neuen Rosebank umgebaut. Unter der Leitung der Familie Rankine florierte Rosebank. Im Jahr 1861 wurden die Gebäude der Camelon-Brennerei abgerissen und eine neue Mälzerei zur Versorgung von Rosebank errichtet, wobei das Malz mit Schubkarren über eine Brücke über den Kanal zur Brennerei transportiert wurde. Im Jahr 1914 wurde Rosebank eines der Gründungsmitglieder des Lowland-Konzerns Scottish Malt Distillers [SMD], der 1925 in die DCL integriert wurde. Abgesehen von einer kurzen Unterbrechung während des Krieges war die Brennerei bis zu ihrer Schließung im Jahr 1993 ununterbrochen in Betrieb. Der Grund lag nicht in der Qualität – das Malz genoss hohes Ansehen –, sondern in der mangelnden Bereitschaft des damaligen Eigentümers (zu dieser Zeit UDV), die geschätzten Kosten von 2 Millionen Pfund für die Modernisierung der Abwasseraufbereitungsanlage zu tragen. Probleme mit der Zufahrt waren ein weiterer mitwirkender Faktor. Rosebank hätte möglicherweise gerettet werden können, wäre es als Vertreter der Lowlands in die 1988 eingeführte „Classic Malts Selection“ von UDV (später Diageo) aufgenommen worden. Schließlich war ein 8-jähriger Whisky bereits sechs Jahre zuvor Teil des „Ascot Malt Cellar“ von DCL gewesen, als das Unternehmen – wenn auch etwas halbherzig – versuchte, in den Malt-Markt einzusteigen. Der Legende nach fiel die Wahl damals aber auf Glenkinchie, weil Rosebank an einem damals stillgelegten, stagnierenden Kanal lag und daher kein so beliebtes Touristenziel war. Das Gelände der Brennerei wurde 2002 an British Waterways verkauft. Damit war das endgültige Ende von Rosebank eingentlich besiegelt. Im Oktober 2017 gaben Ian Macleods Distillers (Whisky-Blender und unabhängiger Abfüller) Pläne bekannt, das Gelände von British Waterways zu erwerben und die Brennerei wieder in Betrieb zu nehmen. Das Unternehmen erwarb zudem separat die Marke „Rosebank“ und die verbliebenen Whiskybestände von Diageo. Am 18.07.2023 befüllte Rosebank nach umfangreicher Renovierung das erste Fass mit neuem „New Make“. Ganz zufrieden war man bei Rosebank 15 Monate nach der Neueröffnung allerdings nicht. Die erwarteten Besucherzahlen lagen weit unter der Kalkulation. Man schrieb rote Zahlen und musste zum 01.10.2025 leider einen Teil der Mitarbeiter des Besucherzentrums entlassen. Die Probleme setzten sich auch 2026 fort. Aufgrund der rückläufigen Absatzzahlen (was auch viele andere Brennereien betrifft) drosselte Ian Macleod Distillers in einigen ihrer Brennereien, so auch bei Rosebank, die Produktion um rund 30%.
Fakten zu Brennerei & Produktion
Produktionskapazität (in reiner Alkohol per Anno) 1.000.000 Liter
Fermentationszeit 100 Stunden
Wasser zur Whiskyproduktion Carron Valley Reservoir
Maischbottich (mash tun) 1 x 3,2 Tonnen
Gärbottiche (wash backs) 8 x je 15.000 Litern
Wash still (1. Brenndurchgang) 1 x 15.000 Liter
Intemediate still (2. Brenndurchgang) 1 x 8.000 Liter
Spirit still (3. Brenndurchgang) 1 x 5.200 Liter
Besucherzentrum Ja
Website (english) https://www.rosebank.com/

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